Fa. Westermann will Abgrabungsfläche vergrößern

Beginn November 2018

Die Fa. Westermann möchte ihr Abgrabungsgebiet über die Straße Am Wilhelmschacht hinaus ausdehnen. Dadurch sind die Belange der Siedlung Uffelner Berg umfänglich berührt. Der Interessen-Verein engagiert sich im Sinne eines Interessenausgleichs zwischen der Fa. Westermann und den Bewohnern der Siedlung.


November 2020

Erörterungstermin fällt aus
Einen Erörterungstermin für eventuelle Einwendungen, den das Genehmigungsverfahren vorsieht, hatte der Kreis Steinfurt im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für den 19.11.20, 10.00 Uhr, im Rathaus Ibbenbüren, terminiert.
In einer öffentlichen Bekanntmachung in der IVZ v. 6.11.20 teilte der Kreis Steinfurt nun mit, dass dieser Erörterungstermin ausfällt. Er ist entbehrlich, da keine fristgerechten Einwendungen erhoben worden sind.
Der IVU wertet diese ausgebliebenen Einwendungen als Zeichen dafür, dass die Betroffenen Anwohner mit den erreichten Vereinbarungen, die auch durch Vermittlung des IVU zustande kamen, im Wesentlichen zufrieden sind.

August 2020

Die Firma Westermann hatte die unmittelbaren Anlieger der geplanten Steinbrucherweiterung, vor allem Anlieger der Siedlung Uffelner Berg und des Moorweges sowie Vertreter des Vereins „Dickenberger-Interessen-Projekte“ (DIP) und lokale Politiker am 19.08. zu einer weiteren Informationsveranstaltung in das Pfarrheim / Dorftreff in Uffeln eingeladen. Unter Einhaltung der Corona Hygiene-Regeln informierten Frau Westermann und Andre Menger über den aktuellen Stand der beantragten Abbaugenehmigung.
Die Anlieger interessierten sich vor allem für die im März 2019 ihnen gegenüber gemachten Zusagen (siehe hierzu Bericht von März 2019) der Firma Westermann bzgl. Verlegung der Straße am „Am Wilhelmschacht“, Verlegung der Versorgungsleitungen Strom, Wasser, Glasfaseranschluss, Gasanschluss, Schulbusanbindung und gewünschte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Bis auf die gewünschte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, hierzu wird von der Stadt Ibbenbüren zurzeit für Ibbenbüren insgesamt ein neues Nahverkehrskonzept erarbeitet, werden alle getätigten Zusagen eingehalten und demnächst umgesetzt. Begonnen wird noch in diesem Jahr mit der Verlegung einer Gasleitung von der Straße „UP de Hee“ bis zur Straße „Am Wilhelmschacht“. Melden sich genügend Einwohner von der Siedlung „Uffelner Berg“ für einen Gasanschluss, wird die Gasleitung bis in die Stichstraßen in der Siedlung Uffelner Berg verlegt. Eine erste Interessentenbefragung ergab, dass eine Verlegung bis in die Siedlung Erfolg haben könnte. Die weitere Verlegung von Versorgungsleitungen und der Straße wird in 2021 erfolgen. Insgesamt gesehen waren die anwesenden Anlieger mit dem Ergebnis der seinerzeit gemachten Zusagen und der geplanten Umsetzung zufrieden.
Der Antrag auf Erweiterung des Steinbruchs um rd. 14,9 ha wurde in der IVZ vom 15.08.2020 unter Öffentliche Bekanntmachungen veröffentlicht. Der Antrag kann vom 25.08. bis zum 24.09.2020 im technischen Rathaus der Stadt Ibbenbüren und beim Kreis Steinfurt unter vorheriger Anmeldung eingesehen werden. Das Vorhaben wird ebenfalls auf dem zentralen UVP-Internetportal unter der Adresse www.uvp-verbund.de elektronisch bekannt gegeben.

Februar 2020

Am 24.2.20 hat der IVU ein Gespräch mit dem Bürgermeister Dr. Schrameyer in Anwesenheit von Stadtbaurat Manteuffel geführt. Dabei war u. a. auch die ÖPNV-Anbindung der Siedlung "Uffelner Berg" ein Thema.

Die Schülerbeförderung für die Siedlung "Uffelner Berg" so der Bürgermeister, richte sich nach der Schülerfahrkostenverordnung. Danach sei für die Grundschüler und Kindergartenkinder der Siedlung "Uffelner Berg" die Schülerbeförderung eingerichtet. Für ältere Schüler sei eine Entfernung von bis zu 2 km bis zur nächsten Haltestelle zumutbar. Diese sei für die Siedlung auch nach der Erweiterung des Sandsteinabbaus und Verlegung der Straße "Am Wilhelmschacht" nur 1,7 km entfernt. Daher sei unter Gleichbehandlungsgesichtspunkten für die Siedlung keine andere Regelung möglich.

Ob eine reguläre Buslinie des ÖPNV bis zur Siedlung verlängert werde und so eine Haltestelle an der Siedlung eingerichtet werden könne, müsse im Rahmen des Mobilitätskonzeptes der Stadt entschieden werden. An dem Konzept werde zurzeit gearbeit.
Der IVU wird das Thema weiter verfolgen.

Januar 2020

Im letzen Jahr hat der Rat der Stadt Ibbenbüren der Einziehung und Abgrabung der Staße "Am Wilhelmschacht " zugestimmt. Damit kann die Fa. Westermann den Antrag in der von ihr bevorzugten Variante stellen. Wie versprochen geht die Firma weiterhin transparent mit ihrem Vorhaben um.
Am 22. Januar fanden sich auf ihre Einladung ca. 40 Personen aus der Siedlung Uffelner Berg und vom Dickenberg im Dorftreff Uffeln zu einer Informationsveranstaltung ein.
Andrè Menger von der Fa. Westermann erläuterte den Fortschritt der Sache und stand für Fragen zur Verfügung.

Danach wird die Fa. Westermann im Frühjahr den Antrag für die Abbaugenehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) beim Kreis Steinfurt einreichen. Dann werden die Pläne öffentlich ausgelegt. Ende Herbst rechnet man mit einer Genehmigung. Die neue Straße zur Umgehung der neuen Abgrabung soll Ende 2021 fertig sein, die Straße "Am Wilhelmschacht" wird danach im Jahr 2022 abgegraben werden.
Vorher werden die Versorgungsleitungen für die Siedlung Uffelner Berg umgelegt. Wichtig für Anwohner war die Ankündigung, dass Westermann dabei auch Leerrohre in den Boden verlegen will, durch die Fa. EWE, die den geförderten Glasfaseranschluss im Außenbereich verantwortet, später die Glasfaserleitungen legen kann.
Inzwischen sind laut Menger auch die notwendigen Gutachten erstellt. Die Feinstaubgutachten zeigen keine Auffälligkeiten. Das Lärmgutachten führt dazu, dass der Standort des Brechers etwas verlegt wird. Insgesamt aber problemlos.
Gesucht wird ein Name für das neue Straßenstück auf Dickenberger Gebiet. Hier können sich die Anwohner einbringen. Koordiniert wird die Namenssuche vom Dickenberger Interessen-Verein (DIP), deren Vertreter auch anwesend waren.
Der Siedlung Uffelner Berg liegt insbesondere auch die Bushaltestelle und die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) am Herzen. Die Verlegung der Haltestelle ist durch die Stadt genehmigt und eine Laterne bekommt sie auch, so Andre Menger. Um das Thema Anbindung an den ÖPNV samt Schulbusverkehr für die Siedlung Uffelner Berg wird sich auch der Interessen-Verein Uffeln kümmern.
Am 24.2. führen wir ein Gespräch mit dem Bürgermeister, in dem u.a. auch dies ein Thema ist.

März 2019

Zu der abschließenden Informationsveranstaltung der Fa. Westermann im Rathaus am 13. März dieses Jahres kamen nur noch ca. 25 Interessierte. Ein deutliches Zeichen, dass die Brisanz in der Angelegenheit gemindert ist.

In Anwesenheit des Stadt-Baudezernenten, der auch den Prozess lobte, und etlicher Ratsmitglieder wiederholte Herr Menger für die Fa. Westermann dann auch nochmals die vereinbarten Maßnahmen (siehe Kasten). Über den von den Anwohnern gewünschten Anschluss der Siedlung Uffelner Berg an eine städtische Buslinie, die im Stundentakt die Innenstadt anfährt, muss die Stadt Ibbenbüren entscheiden. Hier verwies der Baudezernent auf das in Arbeit befindliche städtische Mobilitätskonzept, in dem darüber mitentschieden werden müsste. In dieser Frage wird der IVU auch eng am Ball bleiben.
Der Rat der Stadt muss jetzt über die Verlegung der Straße am Wilhelmschacht entscheiden. Bei den nun gefundenen Absprachen dürfte die Zustimmung wohl sicher sein. Im Dezember will die Fa. Westermann den Abbau nach dem BImSchG beantragen. Mit der Genehmigung ist dann Mitte 2020 zu rechnen.

März 2019

In der Zwischenzeit hat der IVU einige Gespräche zwischen den Anwohnern der Siedlung Uffelner Berg und der Fa. Westermann moderiert und auch eigene Lösungsvorschläge eingebracht. Als Ergebnis hat die Fa. Westermann Ausgleichsmaßnahmen zugesagt. Damit waren die Anwohner sichtlich zufrieden und werden im Gegenzug ihren Widerstand gegen das Abgraben der Straße "Am Wilhelmschacht" aufgegeben. Letzteres war das Ergebnis der letzten Gesprächsrunde unter Moderation des IVU und wird als Voraussetzung für die Zustimmung des Rates der Stadt Ibbenbüren für die Abgrabung der Straße gesehen.

Ende November 2018

Die Geschäftsführung der Fa. Westermann geht offensiv mit dem Vorhaben um. Der IVU hat das Angebot des Geschäftsführers der Fa. Westermann, André Menger, gerne angenommen und sich in einer Vorstandssitzung das Vorhaben erklären lassen. Anwesend, als Vertreter der Siedlung Uffelner Berg, waren auch Stephan Brügge und seine Tochter Diana. André Menger beantwortete bereitwillig alle Fragen und war Kritik und Anregungen gegenüber offen.
Die Abgrabungsfelder würden bei Umsetzung des Planes die Siedlung Uffelner Berg wie ein Hufeisen umgeben. Lediglich nach Nordwesten Richtung Uffelner Esch gäbe es noch eine Öffnung. Eine deutliche Einschränkung des Wohnumfeldes. Die möglichen Staub- und Lärmbelästigungen werden im Rahmen einer notwendigen Umweltverträglichkeitsprüfung bewertet werden. Zu deren Vorbereitung sind in Uffeln und auf dem Dickenberg rund um den Abbaubetrieb entsprechende Messstellen eingerichtet worden. Nach erster Einschätzung wird es aber aufgrund der Entfernungen und der Tiefe der Abbauflächen (bis zu 40 m tief) wohl nur geringe Einschränkungen geben.

Besondere Sorge macht den Bewohnern der Siedlung Uffelner Berg aber der Anschluss an den ÖPNV. Die Linie R 127, deren nächste Haltestelle am Beginn der Dickenberger Siedlung „Am Wilhelmschacht“ steht, ist zurzeit ca. 1km von der Bergsiedlung entfernt. Zukünftig, nach Abbau der Straße „Am Wilhelmschacht“, wären dies fast 2 km. Für Kinder und Senioren sicher unzumutbar. Hier muss etwas passieren. Vorschläge wie Einrichtung einer Haltestelle in der Siedlung Uffelner Berg und der Einsatz eines Taxibusses, der den Anschluss an die Linie R 127 sicherstellt, fielen bei André Menger auf fruchtbaren Boden. Aber insbesondere ist hier auch die Stadt Ibbenbüren gefragt.
Die Fa. Westermann ist für Vorschläge offen und steht für Rückfragen und Anregungen der Anwohner jederzeit zur Verfügung. Menger ist offensichtlich um ein gutes Verhältnis zu den Anwohnern bemüht, was sehr zu begrüßen ist. Anträge hat die Fa. Westermann noch nicht gestellt. Man befindet sich in der intensiven und gründlichen Vorbereitung. Am 14.11. war das Vorhaben im Umweltausschuss des Rates und am Mittwoch, dem 21.11.18 fand im Rathaus, kleiner Sitzungssaal, eine öffentliche Informationsveranstaltung der Fa. Westermann zu dem Vorhaben statt. Sie war gut besucht. Über 100 Zuhörerinnen und Zuhörer waren anwesend.

Der IVU wird das Vorhaben weiter begleiten und sich dafür einsetzen, dass unter Wahrung der wirtschaftlichen Interessen der Fa. Westermann (80 Arbeitsplätze) die Umweltbelange und vor allen Dingen die berechtigten Belange der Siedlung Uffelner Berg berücksichtigt werden.

November 2018

Die Ausgangsituation

Viele werden sich noch daran erinnern, wie die Fa. Westermann Ende der 1990er Jahre den Schritt über die Straße Uffelner Berg in die heutige Abgrabungsfläche nördlich der Rheiner Straße machte.
Diese Abgrabungsfläche ist zwar noch nicht erschöpft, aber um den zukünftigen Bestand der Firma zu sichern, wird jetzt bereits die weitere Ausdehnung geplant. Nur so können die neuen Abgrabungsflächen zeitgerecht verfügbar gemacht werden. Unter dem Namen „Zukunftssicherung 2050“ läuft das Projekt bei Westermann.

Am 7.11.2018 gab es in der IVZ einen großen Artikel, in dem die Fa. Westermann ihr Vorhaben vorstellte. Es geht um eine Fläche von ca. 15 Hektar nördlich der bestehenden Abgrabung unmittelbar angrenzend an die Straße „Am Wilhelmschacht“. Die Fläche ist Eigentum der Fa. Westermann und in der überörtlichen Regionalplanung bereits als „Bereich für die Sicherung und den Abbau oberflächennaher Bodenschätze“ beschrieben. Deshalb sind die Aussichten der Fa. Westermann, die notwendige Abgrabungsgenehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz zu bekommen, recht gut. Zuständig für die Genehmigung ist der Kreis Steinfurt. Allerdings ist die Abgrabungsgenehmigung das eine. Das andere ist der Plan der Fa. Westermann, die Straße „Am Wilhelmschacht“ auf einer Länge von ca. 260 m mit abzugraben. Die Genehmigung dazu muss die Stadt Ibbenbüren als Eigentümer der Straße erteilen.

Für den Plan der Fa. Westermann, die Straße abzugraben, gibt es gute Gründe. Zum einen wirtschaftliche, man könnte nämlich aus dem jetzigen „Loch“ einfach weitergraben. Zum anderen sprechen aber auch ökologische Gründe dafür. Bliebe die Straße bestehen, müssten die Transporte aus dem neuen Abgrabungsfeld alle per LKW über die Straße laufen. Eine Untertunnelung der Straße wäre erst zu einem viel späteren Zeitpunkt möglich, wenn die notwendige Tiefe erreicht wäre. Ohne die Straße könnten die vorhandenen Fördereinrichtungen weiter genutzt werden.

Die Geschäftsführung der Fa. Westermann geht offensiv mit dem Vorhaben um. Sie hat nicht nur die Zeitung informiert. Auch den Kontakt zu den Anliegern sucht sie intensiv. Besonders betroffen ist die Siedlung Uffelner Berg, die, was manche so nicht auf dem „Schirm“ haben, zu Uffeln gehört. An dieser Stelle kommt also, da Uffelner Interessen berührt sind, der IVU ins Spiel, obwohl das neue Abgrabungsgebiet auf Dickenberger Gebiet liegt.