Radwegeprojekte des Interessen-Vereins

Hier erhalten Sie einen Überblick über alle bisherigen Radwegeprojekte des Interessen-Vereins.
Über die Links in der Aufzählung der Projekte kommen Sie zu den Berichten zu den einzelnen Radwegeprojekten. Dort erfahren Sie weitere Details und finden Bildergalerien.


I 2004/05 Hauptstr. II 2005 Sanierierung Teilber. Nordbahnstr. III 2006 Nordbahnstr. IV 2008/10 Püsselbürener Damm V 2012 Amselweg VI 2013 innerörtl. Nordbahnstr. VII 2014 Rheiner Str.

Ausgangssituation

Als sich der Interessen-Verein Uffeln 2001 gründete, gab es in Uffeln, Ortsteil der fahrradfreundlichen Stadt Ibbenbüren, bis auf kleine Abschnitte (Kanalrampen), keine Radwege an den Hauptdurchgangsstraßen. Nachbarorte konnten nicht verkehrssicher über Radwege erreicht werden, ebenso nicht die zahlreichen Arbeitsplätze in den Uffelner Gewerbe- und Industriegebieten. Alle Radwege aus den Nachbarorten endeten in mehr oder weniger weiter Entfernung vor Uffeln.

Vor Gründung des Interessen-Vereins Uffeln hatte bereits der Sportverein im Jahr 2000 in einer Bürgerversammlung mit dem Landesbetrieb Straßen NRW, dem Kreis Steinfurt und der Stadt Ibbenbüren auf diese Missstände hingewiesen. Den zahlreich anwesenden Uffelner Bürgern wurde signalisiert, dass in naher Zukunft aufgrund leerer öffentlicher Haushaltskassen der Bau eines Radweges nicht zu verwirklichen sei. Ein Hauptanliegen des IVU bei Gründung war, nach Möglichkeiten zu suchen, wie trotzdem Radwege in Uffeln zu verwirklichen sind.

Der gesplittete Radweg, angelegt von der Stadt

Der Anfang ist gemacht

Nach vielen Gesprächen mit der Stadt Ibbenbüren machte diese 2002 den Anfang, indem sie im innerörtlichen Bereich an der Nordbahnstraße, von der Zufahrt zum Nordbahnstadion bis zur Ostenwalder Straße, einen gesplitteten Fuß-Radweg anlegte. Im Bereich des Gasthauses „Mutter Bahr“ wurde der Radweg mit einem Hochbord und an der Zufahrt zum Nordbahnstadion mit einer Verkehrsinsel als Querungshilfe versehen. Mit 2.000 € beteiligte sich der IVU an den Baumaßnahmen.
Der Anfang war gemacht. Aber viele Kilometer fehlten noch, um das Ziel, Uffeln verkehrssicher über Radwege an die Nachbarorte anzubinden, zu erreichen.

Weitere Maßnahmen zur Verwirklichung

Bei den Planungen erfuhr der IVU große Unterstützung durch die Stadt Ibbenbüren, Fachdienst Tiefbau Straßenbau. Eigene Ideen konnten sehr gut mit eingebracht werden. Bauherr war der IVU. Gespräche mit den Anliegern, Beschaffung der Grundstücke, 40 private Grundstückseigentümer waren betroffen, Zusammenführung von öffentlichen und privaten Stellen, Angebotsvergleiche, Auftragsvergabe, manuelle Eigenleistungen, Werbung von Spenden, Finanzierung und Abstimmung der Baudurchführungen wurden vom IVU organisiert und koordiniert. So konnten mit viel Eigenleistungen, bürgerlichem Engagement und Spenden im Rahmen des Bürgerradwegeprogrammes von 2004 bis 2014 rd. 7,0 km Radwege durch den IVU gebaut werden.
Der IVU beschränkte sich im Radwegebau nicht nur auf Uffelner Radwege. Ca. 300 m Radweg wurden auf dem Gebiet der Gemeinde Recke gebaut. In Püsselbüren wurden Radwege am Püsselbürener Damm und vom Amselweg zum Bahnhof Esch errichtet.
Bis auf einen restlichen Abschnitt zum Dickenberg, der sich in Planung des Vereins „Dickenberger Interessen und Projekte“ befindet, ist nun Uffeln mit allen Nachbarorten über ein Radwegenetz verbunden.

Die einzelnen Radwegeprojekte

Radwegeprojekt Hauptstraße

2004 baute der Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land (WTL) eine neue Wasserleitung von Ibbenbüren bis Recke. Der IVU bot dem WTL an, Gespräche mit den Grundbesitzern zu führen, ob sie bereit wären, Flächen für den Verlauf der Leitung und letztendlich für den Radweg zur Verfügung zu stellen.

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Radwegeprojekt Teilbereiche Nordbahnstraße

Die von der Stadt Ibbenbüren im Jahr 2002 gebauten gesplitteten Fuß-/Radwege wurden mit einer Asphaltdecke versehen.

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Radwegeprojekt Nordbahnstraße -außerorts-

An der Nordbahnstraße, beginnend an der Kronenburg und endend Hörsteler Straße bis Zumwalde, galt es, eine Lücke von rd. 1,5 km zu schließen.

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Radwegeprojekt Püsselbürener Damm

Der Lückenschluss nach Püsselbüren und damit auch zur Stadt Ibbenbüren diente vor allem den Uffelnern sowie den Anliegern der Okereistraße, des Bahornweges und des Püsselbürener Dammes.

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Radwegeprojekt Amselweg

Nach dem Verkauf des Gehöftes Keller fehlte eine Zufahrt vom Amselweg zum Bahnhof Esch.

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Radwegeprojekt Nordbahnstraße -innerorts-

Nur durch den beidseitigen Ausbau eines Radweges längs der Nordbahnstraße konnten im innerörtlichen Bereich Gefahrenstellen beseitigt werden. Diese Vorstellung des IVU fand breite Unterstützung in Uffeln.

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Radwegeprojekt Rheiner Straße

Die Wünsche der Anlieger, den Kreuzungsbereich wieder verkehrssicher für Fußgänger und Radfahrer auszubauen, fand beim IVU Gehör. Der Radweg brachte den Anschluss an die Alte Str. und die vorhandenen Mehrzweckstreifen der Rheiner Str.

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Kosten und Finanzierung

Wie aus der Übersicht ersichtlich, wurden von 2004 bis 2014 rd. 7 km Radwege gebaut. Die Gesamtinvestitionskosten betragen rd. 510.000 €. Sie wurden über rd. 316.000 € (62%) öffentliche Mittel und 194.000 € (38%) Spenden finanziert. Die Spenden teilen sich in 57 % Sachspenden, 30 % Firmenspenden und 13 %, rd. stolze 25.000 €, private Spenden. Die hohen Anteile der manuellen Eigenleistungen sind hier nicht bewertet.

Bilanz, Fazit

Die Verkehrssicherheit wurde für alle Verkehrsteilnehmer verbessert. In Uffeln gibt es keine Nahversorgungseinrichtungen. Diese können nun verkehrssicher mit dem Fahrrad in den Nachbarorten erreicht werden. Kinder können verkehrssicher zu ihren Kindergärten, Schulen, Sportstätten, Freizeiteinrichtungen und Freunden gelangen. Die Arbeitsplätze in den Industrie- und Gewerbegebieten Ibbenbüren-Uffeln/Hörstel mit über tausend Arbeitsplätzen können sicher mit dem Rad erreicht werden. Das Fahrrad ersetzt mittlerweile in vielen Fällen das Auto. Unfallschwerpunkte wurden beseitigt. Der Radwegbau fördert aktiv den Klimaschutz. Die Projekte fördern das soziale Miteinander.
Durch die Initiativen des Vereins ist die Stadt Ibbenbüren fahrradfreundlicher geworden. Ein dichter werdendes Radwegenetz kommt auch dem Tourismus in den nordwestlichen Orten des Tecklenburger Landes zugute.

Der Interessen-Verein Uffeln wünscht allen Nutzern der Radwege eine

„Gute Fahrt“